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Lifestyle | 21.09.2020

Die beliebtesten Anlageformen der Österreicher

Lesen Sie hier alles darüber!

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© Bild von Thanks for your Like • donations welcome auf Pixabay

Zuerst die Finanz- und Wirtschaftskrise, jetzt das Coronavirus: Ein Ende der allgemeinen wirtschaftlichen Verunsicherung ist noch immer nicht in Sichtweite - und das heißt, dass man es gar nicht so einfach hat, wenn es um die Frage geht, wie man sein Geld sinnvoll veranlagen möchte. Denn waren die Österreicher bislang eher konservative Sparer, so muss man sich heute eingestehen, dass man mit dem Sparbuch, Tagesgeld oder der Kapitallebensversicherung keine Gewinne mehr verbuchen kann. Heute ist etwas Risiko notwendig, um sodann am Ende eine halbwegs attraktive Rendite zu bekommen.

Besonders beliebt ist das Betongold geworden. So hat das Wohnungseigentum tatsächlich den beliebten Bausparvertrag vom ersten Platz gestoßen - in Österreich setzt man also mehr auf die eigenen vier Wände als auf den traditionellen Bausparer, der vor wenigen Jahren noch nicht einmal eine Konkurrenz hatte, sofern es um das Sparen gegangen ist.

Immobilien und Gold

Folgt man den aktuellen Zahlen, so mag das Betongold die beliebteste Veranlagungsform in Österreich sein. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es sich um das Kaufen von Wohnungen, Häuser oder Grundstücke handelt - der Österreicher will weg von traditionellen Veranlagungen und Mietwohnungen, sondern in Richtung Eigentum.

Kommt sodann der Bausparvertrag auf Platz 2, so befindet sich knapp dahinter Gold. Denn der Goldpreis hat im Jahr 2020 deutlich zugelegt - lag der Preis Anfang des Jahres noch bei rund 1.500 US Dollar, so übersprang der Goldpreis im Sommer sodann erstmals die magische Grenze der 2.000 US Dollar. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: Mitte September 2020) befindet sich der Goldpreis im Bereich der 1.950 US Dollar - einige Experten sehen aber bereits die Möglichkeit, dass der Goldpreis in absehbarer Zeit noch höher klettern könnte. In einigen Prognosen befindet sich der Goldpreis bereits bei über 5.000 US Dollar. Die Entwicklung des Goldpreises wird wohl davon abhängig sein, wie sich die Situation rund um das Coronavirus entwickeln wird.

Das Sparbuch sollte hingegen keine Bedeutung mehr spielen - ist aber noch immer recht beliebt. Das liegt vor allem an dem fehlenden Wissen: Ist die Inflation höher als der von den Banken angebotene Zinssatz, so kommt es zum Geldwertverlust. Das ist auch der Grund, warum auf einem Sparbuch nur eine Art Liquiditätsreserve liegen sollte - möchte man Geld ansparen bzw. Vermögen aufbauen, so ist es wichtig, das Sparbuch zu ignorieren. Ganz egal, wie beliebt diese Sparform vor wenigen Jahren noch war.

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© Bild von Bruno /Germany auf Pixabay

Hohe Gebühren und niedrige Zinsen - das passt nicht zusammen

Auch private wie von Seiten des Staates geförderte Pensionen und Lebensversicherungen können nicht mehr überzeugen. Denn auch hier wird schnell klar, dass der Zinssatz, um entsprechend attraktives Vermögen aufbauen zu können, viel zu gering ist. Zudem kommen bei Versicherungen noch die im Hintergrund laufenden Gebühren hinzu. Das heißt, man bekommt kaum einen Gewinn ausbezahlt und muss am Ende noch hohe Kosten bezahlen, um überhaupt eine derartige Versicherung haben „zu dürfen“ - im schlimmsten Fall macht man sodann einen Verlust statt einem Gewinn.

Somit ist es auch verständlich, dass sich immer mehr Österreicher mit dem Aktienmarkt befassen. Natürlich ist der Österreicher hier kritisch - jahrelang hat man Aktien als absolut gefährlich verkauft. Heute sind Aktien jedoch eine der wenigen Möglichkeiten, um halbwegs sicher Geld veranlagen zu können. Besonders interessant mag hier etwa der börsengehandelte Indexfonds - kurz: ETF - sein. Mit einem Sparplan kann man sodann in einen Index investieren - so werden Monat für Monat 100 Euro (oder etwas mehr bzw. weniger) investiert; für das Geld erhält man dann einen Anteil. Einmal ist der Anteil höher (wenn der Preis niedrig ist), einmal fällt der Anteil geringer aus (wenn der Preis höher ist). Mit der Zeit entsteht so eine Durchschnittsrendite, die in der Regel bei einem langen Anlagehorizont positiv ausfällt.

Ganz egal, ob man als risikoaffiner Trader oder Anleger über Crypto Superstar spekuliert oder sich lieber mit börsengehandelten Indexfonds befasst, da man mehr sicherheitsorientiert ist - es gibt sehr wohl ein paar Möglichkeiten, um auch während der Niedrigzinsphase ein Vermögen aufbauen zu können.